Übung der Jugendfeuerwehr
Am Sonntag, den 6.12.2009 war es mal wieder soweit. Die A-Gruppe hatte sich dazu entschlossen mal wieder einen halben Tag lang praktische Übungen zu machen. Eigentlich hatte man vor, nach Fighting City (einem Übungsgelände der Polizei, welches die Feuerwehr mit nutzt) zu fahren. Da es allerdings wohl ein internes kommunikatives Problem beim dortigen Wachschutz gab, ließ man die Gruppe nicht aufs Gelände, weil keine Anmeldung vorlag. Also entschieden sich die Ausbilder spontan, doch einfach zur Feuerwehrschule zu fahren. Dort angekommen ließ man keine der kostbaren Zeit verstreichen und begann mit der ersten Übung.
Diese beinhaltete das Anleitern einer 4-teiligen Steckleiter, sowie das Besteigen dieser und endete im Hochziehen der benötigten Geräte für einen Löschangriff. Anschließend folgte eine Übung mit dem hydraulischen Rettungssatz (Schere & Spreizer). Nachdem kurz geklärt wurde, wofür das Gerät vornehmlich benutzt wird und die Ausbilder auf die zu beachtenden Unfallverhütungsvorschriften eingegangen waren, sollte jeder das Gerät einmal ausprobieren. Dazu wurde ein kleiner Wettkampf durchgeführt, bei dem es darum ging ein rohes Ei, welches auf der Spitze eines Verkehrsleitkegels lag mit dem hydraulischen Rettungssatz zu greifen und auf einem ca. 1m entferntem Verkehrsleitkegel abzulegen. Die Gewinner durften sich ihre Funktionen während der späteren, letzen Übung aussuchen.
Auf diese doch recht anstrengende Arbeit mit dem schweren Rettungsgerät folgte eine kleine Mittagspause. Die Gruppe trank warmen Tee und naschte von ihren Nikoläusen, die sie zu Dienstantritt geschenkt bekommen hatten. Nach der Mittagspause sollten der A-Gruppe dann alles abverlangt werden. Das Szenario war heikel. Ein U-Bahnzug war im Bahnhof stehend in Brand geraten und zusätzlich befand sich noch eine Person unter dem Zug. Die Staffel hatte die Aufgabe, diese Person zu finden und aus dem Gefahrenbereich zu transportieren. Der Angriffstrupp kämpfte sich unter Nullsicht zwischen Zug und Bahnsteig zur Person vor und fand diese bewusstlos unter dem Zug liegend. Der Trupp entschied sich, den bereits vor der Rauchgrenze bereitstehenden Wassertrupp zur Unterstützung anzufordern. Der Trupp schaffte es in der Zeit, bis der Wassertrupp eintraf, die bewusstlose Person unter dem Zug hervorzuziehen und da der zweite Trupp die Schaufeltrage mitbrachte, entschied man die Person mit Hilfe dieser zu transportieren.
Die fehlende Sicht machte es den Trupps allerdings unmöglich die Schaufeltrage funktionsfähig zu machen, weshalb die Person schließlich einfach an Schultern und Beinen gepackt und raus gezehrt wurde. Ein Kraftakt, der den Jugendlichen viel abverlangte. Doch diese Aufgabe konnten sie erfolgreich abschließen und so war jeder äußerst erleichtert, als die schwere Schutzausrüstung ablegt werden konnte. Nach schnellem Aufräumen, fuhr die Gruppe dann glücklich über das, was geleistet wurde wieder zur Wache und freut sich bereits auf die nächste, größere Übung.
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